Die Maxi-Basketball Weltmeisterschaft

Hans-Jürgen Basketball

Die Maxi-Basketball Weltmeisterschaft im Tessin in der Schweiz 2025 ist zu Ende -

Halstenbeker Basketballer kehren mit Medaillen zurück

In diesem Jahr ging es in den Tessin zur 17. Maxibasketball WM nach Bellinzona, Locarno und Lugano, und zwar mit 350 aktiven Basketballerinnen und Basketballern aus ganz Deutschland, dabei waren wieder eine Reihe von Aktiven aus Halstenbek, nämlich 1 Dame, 10 Herren und 2 Schiedsrichter der Holstein Hoppers.

2 von ihnen waren besonders erfolgreich:

Der ganz große Coup blieb Team-Kapitän Nils Klauck und Dean Jenko mit dem Ü55 Team, dem EM-Zweiten von 2024, versagt, denn Belize (der Titelverteidiger von 2023) und Brasilien waren einfach zu gut. Trotzdem waren die Spiele dieses Teams einfach großartig, so z.B. das mit einem Herzschlagfinale im Achtelfinale gegen eine sehr starke Italienische Mannschaft. Hier führte ein „buzzer Beater“ 2 Sekunden vor Schluss zum 66:64 Erfolg. Im Halbfinale gegen Brasilien war dann leider auf Grund der 56:71 Niederlage das Endspiel nicht mehr erreichbar, aber die Bronzemedaille mit dem 74:65 Sieg über Puerto Rico war der verdiente Lohn für unsere Jungs.

Zusätzlich war Nils Klauck als Coach mit den amtierenden Europameisterinnen Ü45 von Pesaro 2024 am Start. Die Damen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und blieben als einziges deutsches Team in 7 Spielen unbesiegt. Die Mannschaft „Germany Ladys First“ mit der Hamburgerin Carolin Bövingloh und Ingrid Heidler (Frau von Nils Klauck) gewann das Endspiel gegen Irland deutlich mit 64:49 und sicherte sich so den WM-Titel.

Die weiteren Halstenbeker konnten sich nicht in den Medaillenspiegel eintragen.

Sabine Schwarzlmüller-Lahtz mit den Nord-Süd Baskets in der Kategrie Ü55 erreichte nach 3 Siegen und 2 Niederlagen den 7. Platz.

Bei den Ü60igern hatten es Ulises Solorzano und Ralf Jonasson sehr schwer. Als Außenseiter gestartet, wurden zwar 3 Siege erreicht, aber die für eine bessere Platzierung wichtigen Spiele verloren. So blieb am Ende nur der 25. Platz bei 38 Mannschaften.

Ähnlich erging es den 3 Halstenbekern in der Kategorie Ü 65. Für Rolf Wolgien mit Deutschland B reichten 4 Siege bei 2 Niederlagen nur zu einem 13. Platz. Niels Grand und Holger Häussgen siegten mit Deutschland C zweimal, das reichte aber nur zu einem 29. Platz bei 31 Mannschaften.

In der Altersklasse Ü70 lief es nicht so gut. Jürgen Freybe und Michi Wulff wurden mit ihrem Team nach 2 Siegen und 3 Niederlagen 14. bei insgesamt 18 Teams.

Auch für die Ü75 lief es für Delegationsleiter „Ducki“ Duchstein alles andere als gut. 2 Siege bei gleichzeitigen 4 Niederlagen führten zu einem etwas enttäuschenden 6. Platz bei 14 Mannschaften.

Zusammenfassend kann man sagen: Es war ein herausragendes Turnier für Deutschland. Die einzelnen Mannschaften haben 162 Spiele bestritten, davon 100 gewonnen, nur 62 verloren und dabei 9 Medaillen errungen. Gold für die Damen Ü45, 3 Silbermedaillen für die Damen Ü40, Ü55 und Ü65, einmal Bronze für Ü35. Die Herren erreichten zweimal Silber (Ü40 und Ü45) und zweimal Bronze (Ü55 und Ü80)

Unsere drei Schiedsrichter aus Deutschland haben nahezu 80 Spiele gepfiffen und dabei einen großartigen Eindruck hinterlassen.

Leider mischt sich diesmal in die große Anerkennung für die Ausrichtung eines solchen Turniers auch deutliche Kritik.

Ein Turnier stößt in dieser Größe an seine Grenzen. In bestimmten Bereichen waren die Organisatoren deutlich überfordert und hatten wohl offensichtlich einiges unterschätzt.

Kampfrichtertische waren in den ersten Tagen nicht besetzt und die Freiwilligen leider auch nicht mit allen Basketballregeln vertraut. Schiedsrichter und Spieler mussten einspringen. Die 24-sec-Uhr war nicht immer vorhanden. In nicht klimatisierten Hallen fehlte bei teilweise 35 °C komplett die Wasserversorgung an den Spielerbänken. Dies sind Beobachtungen vieler Spieler und der Schiedsrichter und nicht nur Einzelfälle, die zu einigem Ärger führten.

In der Zukunft muss es wohl hinsichtlich der Anzahl der Mannschaften Beschränkungen geben, damit die Meisterschaften organisierbar bleiben.

Trotz allem war es ein einmaliges Erlebnis, der Sommer im Tessin und die größte WM aller Zeiten. Ich habe es sehr genossen und ich hoffe alle Teilnehmenden auch.

Euer Hans-Jürgen „Ducki“ Duchstein

Deutscher Repräsentant der FIMBA und Delegationsleiter für Deutschland