Spieltag 8: 1. Volleyball-Herren

Jörn Tiedemann Volleyball

Die Volleyballherren der Halstenbeker Turnerschaft trafen am gestrigen Sonnabend auf den ungeschlagenen Spitzenreiter Oststeinbeker SV sowie erstmals in dieser Saison auf den Niendorfer TSV. Die Niendorfer rangierten nur einen Punkt hinter den Halstenbekern, sind also ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt.

Trainer Jörn Tiedemann: „Für uns galt es eine schwierige Balance zu finden. Einerseits wollten wir das wirklich schlechte Hinspiel gegen die Oststeinbeker vergessen machen und rechneten uns sogar eine kleine Chance aus, gegen das Spitzenteam zu punkten, nachdem wir auch gegen Altona erfolgreich waren. Andererseits war uns natürlich auch bewusst, dass die wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gegen den Niendorfer TSV zu gewinnen waren. Hier war also ein Sieg Pflicht.“

Ohne Improvisation ging es aber auch dieses Mal nicht. Der Youngster Nils Sievers war im Training mit dem Fuß umgeknickt und fiel mit Bänderriss aus. Damit mussten wir eine der Außenangreiferpositionen neu besetzen. Hier kam uns zu Gute, dass Martin Becker nach seiner Krankheit wieder ins Training eingestiegen war und Bernd Lienau einen Coach für sein Damenteam gefunden hatte, so dass auch er mitwirken konnte. Damit standen doch ein paar Wechselalternativen zur Verfügung.

Wie schon beim Spiel in Altona profitierten wir davon, dass einige Spieler relativ flexibel auf mehreren Positionen einsetzbar sind. So übernahm dieses Mal Lars Konzelmann die Position im Außenangriff.

Gegen die Oststeinbeker begannen wir mit Tim Kirschner im Zuspiel. Er verteilte die Bälle klug über alle Angriffspositionen, so dass wir immer wieder erfolgreich punkten konnten. Lohn waren drei Punkte Vorsprung, die wir aber nur bis zur Satzmitte verteidigen konnten. Im Anschluss entwickelte sich ein enges Match, bei dem sich kein Team absetzen konnte. Konsequent ging es beim 25:25 in die „Overtime“. Auch hier wogte das Geschehen hin und her. Letztlich fehlte uns ein Quäntchen Glück, der Satz ging mit 28:30 verloren.

Welche Anstrengung uns der erste Satz gekostet hatte, merkte man im zweiten. Es ging kaum noch etwas zusammen. Wir lagen schnell mit zwölf Punkten hinten. Am Ende konnten wir aber wieder etwas ins Spiel finden und den Absatz noch um wenige Punkte verkürzen (16:25).

Dieses war wichtig im Hinblick auf Satz drei. Das Team war wieder hellwach und besann sich auf seine Fähigkeiten. Insbesondere in der Abwehr wurde wieder um jeden Ball gefightet. So wurde dieser Satz fast eine Kopie des ersten. Auch hier ging es nicht ohne „Nachspielzeit“, aber wieder mit dem glücklicheren Ende für den Oststeinbeker SV (25:27).

Trainer Jörn Tiedemann: „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit dem Tabellenführer mithalten können. Letztlich war es schade, dass wir nicht einen unserer Satzbälle nutzen konnten, um wenigstens einen Satz mitzunehmen.“

Im entscheidenden Spiel des Tages gegen den Niendorfer TSV legten die Halstenbeker furios los. Eine Aufschlagserie von Tobias Holz führte zu einem 5:0. Das zeigte durchaus Wirkung bei den Gästen, die natürlich auch dringend auf die Punkte angewiesen waren. Aber die Halstenbeker verwalteten diesen Vorsprung sehr geschickt und kamen nicht mehr in Gefahr (25:21).

Der zweite Satz begann wie der erste. Hier führte eine Aufschlagserie unseres Zuspielers zu einem 6:0. In diesem Satz wurde das noch konsequenter zu Ende gespielt. Lohn war ein deutliches 25:15.

Und auch im dritten Satz verschliefen die Niendorfer den Beginn. Wiederum brachte Tobias Holz seine Aufschläge zum 5:0 durch. Auch diesen Satz spielten wir bis zum 24:19 konsequent zu Ende. Im Gefühl des sicheren Sieges schenkten wir Niendorf noch drei Punkte, aber der Sieg geriet nicht in Gefahr (25:22).

Trainer Jörn Tiedemann: „Sicherlich haben wir auch von den vielen ‚unforced Errors‘ der Niendorfer profitiert. Aber letztlich haben wir das Spiel dominiert und endlich einmal auch konsequent zu Ende gespielt.“

Mit nun 14 Punkten überholen die Halstenbeker in der Verbandsliga den Walddörfer SV und klettern in der Tabelle auf Platz 5. Am Ende reicht dieser zum Klassenerhalt (Platz 7-9 steigt ab, Platz 6 ebenfalls, sofern VCO auf einem Abstiegsplatz liegt (aktuell Platz 8)).

Trainer Jörn Tiedemann: „Mit unserem Restprogramm der letzten vier Spieltage haben wir gute Chancen, diesen Tabellenplatz zu verteidigen. Das wäre ein riesiger Erfolg für uns als Aufsteiger.“

Am nächsten Sonntag (10.02.2019) kommt es im zweiten Spiel des Tages zum Rückspiel gegen den Niendorfer TSV. Das Spiel findet am Moorflagen statt. Dort können die Halstenbeker also einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen.