Die Maxi-Basketball Weltmeisterschaft in Montecatini, Italien 2017

Jürgen Freybe Basketball

Unsere Jüngsten gehen voran und holten die Goldmedaille in der Klasse Ü30 in einem mitreißenden Endspiel mit 65:62 gegen Chile. Teamleaderin Doro Schönau hatte ihre Kontakte spielen lassen und ergänzte ihre Truppe mit weiteren Ex-Nationalspielerinnen: Mit Petra Gläser und Caroline Sterner sowie Magdalena Anielak wurde die Mannschaft um Magdalena von Geyr und Annika Danckert gezielt verstärkt. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft im letzten Jahr gelingt in diesem Jahr der große Coup: 5 Siege in Vorrunde, Viertelfinale, Halbfinale und schließlich im Finale. Der Jubel bei der ganzen deutschen Delegation war riesig und die Mädels wurden zu Recht als bestes Team mit Gold ausgezeichnet.

Diese großen Erfolge waren den Halstenbeker Damen und Herren nicht vergönnt, für uns gab es „leider nur“ gute Plätze, die von einigen Enttäuschungen begleitet waren. Allen voran die Herren Ü45 und Ü65 mit den Plätzen 5 und 7. Beide Teams waren von den Medaillen nicht sehr weit entfernt, zumal die verlorenen Spiele äußerst knapp ausgingen.

Das Team Ü45 um Kapitän Nils Klauck, Dominik Ahlquist und Dean Jenko gewann zwar die ersten drei Spiele sehr souverän, aber die Niederlagen gegen Serbien und besonders das 62:63 gegen Brasilien waren sehr schmerzlich, so dass nur noch der 5. Platz erreicht werden konnte.  Sieger in dieser Altersklasse  wurde das Team aus Montenegro.

Mit großen Hoffnungen startete das Team 65A mit drei Siegen in das Turnier, aber im Viertelfinale folgte die Ernüchterung für Ralph Ogden, Ducki Duchstein und den Coach Jürgen Freybe mit einer sehr schmerzlichen Niederlage gegen Slowenien von 33:35 nach einer zwischenzeitlichen 10 Punkte Führung. Damit war die Medaillenchance dahin und nach einer weiteren Niederlage gegen die Slowakei und einem Sieg gegen Puerto Rico sprang nur der enttäuschende 7. Platz heraus.

Sieger wurden hier die USA gegen Litauen.

Wir erging es unseren anderen Hoppers:

Jürgen Freybe, John Sable und Michi Wulff hatten bei den Ü60 mit Germany B großes Pech, denn eine sehr unglückliche Niederlage gegen Uruguay mit 56:58 in der Vorrunde bedeutete, dass nur noch maximal Platz 10  erreicht werden konnte. Mit 2 weiteren Siegen und der Niederlage gegen die Ukraine wurde es schließlich Platz 11. Sehr ordentlich, aber letzlich enttäuschend für unser Team.

Weltmeister wurde in dieser Altersklasse die Mannschaft der USA vor Italien und der Mannschaft Germany A.

Auch bei den 55igern klebte uns das Pech an den Händen. Rolf Wolgien mit seiner Mannschaft Germany B erzielte einen Sieg und eine sehr unglückliche Niederlage gegen Kroatien nach Verlängerung in der Vorrunde. Da nützten auch die zwei weiteren Siege nichts und so blieb am Ende nur der 18. Platz. Ähnlich erging es der dritten deutschen Mannschaft in dieser Altersklasse mit Holger Häussgen und Nils Grand mit Platz 29.

Weltmeister wurde in dieser Altersklasse die Mannschaft von Slowenien vor Italien und der Mannschaft Germany A.

Einen Achtungserfolg errang in der Altersklasse Ü50 der Halstenbeker Ralf Jonasson. Als Germany C gestartet platzierte sich sein Team als beste deutsche Mannschaft. Allerdings reichten zwei Siege bei drei Niederlagen nur zu Rang 21.

Äußerst knapp ging es auch bei den Mädels Ü40 zu.

Dabei hatte unsere Mannschaft mit Jana Gehrmann-Vorbau,  Steffi Teichert und Lenka Fuskova besonders unter dem speziellen Vorrundenmodus mit den vielen Teilnehmern zu leiden. Eine Niederlage in der Vorrunde bedeutete, dass man nur „the best of the rest“ werden konnte. Die Damen wurden schließlich Neunter nach vier Siegen gegen Kroatien, Argentinien, Italien und Tschechien bei nur einer völlig unnötigen Niederlage nach Verlängerung gegen Ungarn.

Viel schwerer war es in der Kategorie Ü50, da hier sage und schreibe 36 Teams für den Titel antraten. Zwei Niederlagen in der Vorrunde war für die Mannschaft von Sabine Schwarzlmüller-Lahtz zuviel, da reichten 4 Siege in der Platzierungsrunde nur zu Rang 25.

Die Bilanz für Deutschland ist aber insgesamt erfreulich: Gold für die Damen Ü30, dreimal Bronze für die Damen Ü55 und die Herren Ü55 und Ü60.

Zählt man alles zusammen bestritten die Damen 48 Spiele bei 33 Siegen und nur 15 Niederlagen, die Herren hatten 75 Spiele bei 43 Siegen und 32 Niederlagen. Das ist eine großartige Bilanz, zu der auch unsere 2 Halstenbeker  Schiedsrichter Niels Hennig und Christian Pott beitrugen, die für 40 Spiele angesetzt wurden, wobei Niels Hennig das Endspiel Männer Ü60 souverän leitete.

Der sportliche Erfolg unserer gesamten Delegation wurde fast noch übertroffen von unserem schon traditionellen Deutschen Abend. Luigi Tuti hat es geschafft, die Thermen von Montecatini zu buchen, um dort in einem großartigen Ambiente bei schönstem Wetter gemeinsam zu feiern. Es war einfach überwältigend und auch dadurch wurde diese WM zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Jedes Resümee bedeutet auch ein Dankeschön an alle, die dabei waren, Spielerinnen, Spieler, Lebenspartner und -partnerinnen, Kinder, Ärzte, Physiotherapeuten und Fans, aber besonders an Einen, meinen Freund Jürgen Freybe, der als Spieler, Coach und Organisator fast Unmenschliches geleistet hat. Vielen Dank, unsere große Maxi-Basketball Familie ist noch einmal gewachsen und unsere Freundschaft vertieft worden.

Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Euch allen, denn nach der WM ist vor der EM. Wir sehen uns alle in Maribor zur 10. Europameisterschaft vom 22. Juni – 1. Juli 2018.

Hans-Jürgen Duchstein

Deutscher Repräsentant der FIMBA